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Grundsteinlegung der Gewoba - 07.03.2019

Im Februar ziehen die ersten Mieter ein

 

Zwei der drei neuen Gebäude zwischen den drei 50er-Jahre-Wohnblocks an der Arndtstraße stehen schon. Jeweils drei große Vier- und Fünf-Zimmer-Wohnungen sind darin, die allesamt ab Februar vermietet sind. Am Mittwoch legten Bausenator Joachim Lohse (Grüne), der Gewoba-Vorstandsvorsitzende Peter Stubbe und Projektleiter Johann Christian Plagemann zusammen mit Kooperationspartnern und Vertretern aus dem Stadtteil, den Grundstein für den dritten Bauabschnitt unmittelbar auf der Ecke Sankt-Magnus-Straße und Arndtstraße. „Wohnen im Westend“ nennt sich das rund 3,6 Millionen Euro teure Projekt. „Wir wollen unseren Wohnungsbestand qualitativ um die Angebote ergänzen, die vor Ort fehlen, aber nachgefragt werden“, erklärt dazu Stubbe. Im Westend seien dies vor allem große Wohnungen für Familien und barrierefreie kleine Wohnungen für Singles und Senioren.

Turnhalle im Erdgeschoss

Insgesamt 15 neue Wohnungen zwischen 35 und 97 Quadratmetern mit einem bis fünf Zimmern entstehen durch die sogenannte Nachverdichtung zwischen den bereits vorhandenen Wohnblöcken. Nun folgt der größte der drei Neubauten, über die im Vorfeld lange mit den Bewohnern der Blöcke verhandelt worden war. Neben Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen wird im Erdgeschoss dieses vierstöckigen Gebäudes der TV Bremen-Walle 1875 eine Turnhalle bekommen. Bewegungsangebote vor allem auch für ältere Menschen soll es darin geben. Im Januar 2020 soll alles fertig sein.

Für die Bewohner der 72 Altbestandswohnungen der Anlage sind die drei Anbauten dabei noch gewöhnungsbedürftig – schließlich guckten sie bisher aus ihren Fenstern ins Grüne. Nun entstehen dort weitere Gebäude. Auch sie profitieren aber von dem Projekt, sind die Verantwortlichen überzeugt. Denn ihre Häuser wurden jeweils durch ein neues Treppenhaus inklusive Aufzug mit den Neubauten verbunden und sind auf diese Weise in Zukunft barrierefrei zugänglich. Außerdem bekommt die gesamte Wohnanlage ein neues Gas-Blockheizkraftwerk und eine Car-Sharing-Station als Alternative zum eigenen Auto. Die drei Neubauten werden außerdem Gründächer haben, auf denen sich Vögel und Insekten tummeln können und die sich günstig auf das Klima auswirken, da sich diese Dächer nicht so stark aufheizen. Zudem speichern Gründächer Regenwasser und entlasten dadurch die Kanalisation.

1250 neue Wohnungen in acht Jahren

„Wohnen im Westend“ ist ein Ergebnis aus dem Architekturwettbewerb „Ungewöhnlich Wohnen“, aus dem bereits die Gewoba-Projekte „Bremer Punkt“ in der Neustadt und in Kattenturm, „Tarzan und Jane“ in Huchting sowie das Atrium-Haus und kleine Mehrfamilienhäuser in Tenever umgesetzt wurden.

Der Bausenator hatte sich im Vorfeld eine Übersicht zusammenstellen lassen. Seit sie vor etwa acht Jahren begonnen habe, wieder neu zu bauen, habe die Gewoba 15 Grundsteinlegungen gefeiert und etwa 1250 Wohnungen errichtet, sagt er: „Das finde ich einen beachtlichen Beitrag zu Bremens Wohnbauprogramm, mit dem der Wohnungsbau in den zurückliegenden Jahren fast verdreifacht worden ist.“  

 Der Vorstand